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Marius

von Marcel Pagnol

 

"Marius" erzählt die Geschichte des jungen Marius, der in der väterlichen Hafenkneipe als Kellner arbeitet. Er liebt im Grunde diese kleine Welt und eigentlich auch Fanny, die er seit der Kindheit kennt. Er wird jedoch von einem unwiderstehlichen Fernweh, einer unstillbaren Sehnsucht getrieben und hofft, dass auf einem Schiff im Hafen demnächst ein Platz für ihn als Matrose frei wird.

Fanny ihrerseits ist verliebt in Marius und versucht ihn mit allen Mitteln für sich zu gewinnen. Dass der ältliche Segelmacher Panisse sie heiraten möchte, kommt ihr gelegen. Marius beweist ihr durch seine Eifersucht , dass auch er sie liebt. Als am Schluss ein Platz auf einem Schiff frei wird, versucht sich Marius zu entscheiden - doch für Fanny ist alles klar.

 

Fanny: Säg mer's.

Marius: Ich will wägg, Fanny.

Fanny: Wo ane?

Marius: Eifach wägg. Egal wo häre ... Eifach wiit.

 

"Marius" ist eine Liebesgeschichte, die in einer kleinen Welt spielt. Alle Figuren sind hier miteinander verbunden, alle sind sie liebenswürdige, schrullige Typen, äusserst entzündliche Menschen, gleich heftig im Schmerz, übertrieben in allen Äusserungen. Sie nehmen es mit der Wahrheit nicht so genau, aber die Lügen sind harmlos, da der andere das Wahre schon hört.

 

Für die neue Eigenproduktion des VorStadttheaters haben sich zehn engagierte SpielerInnen zusammengefunden, die unter der Leitung des Frauenfelder Theaterpädagogen Markus Keller das Theaterstäck "Marius" zur Aufführung bringen.

 

Honorine: ... D'Fanny? Si mached en Witz ...?

Panisse: Si sind jo nett und stämmig, Honorine, aber also scho nüme di jüngscht.

Honorine: Was?

Panisse: Sie sind nüme di jungscht.

Honorine: Nüme di jüngscht? Hinder mir sind no ganz ander läät her we sii. Do muen ii also nöd uf eine warte, wo z'Nacht Zää usenint.

 

"Marius" ist das erste Stück der Trilogie "Marius - Fanny - Cesar" (1931-36). Mit diesen drei Stücken gelang dem Südfranzosen Marcel Pagnol (1895 - 1974) einer seiner grössten Erfolge seiner Arbeit als Theaterautor. Die Darstellung des südfranzösischen Milieus, das Gespür für Situationskomik und die Vorliebe für kleine, von lebensnahem Realismus erfüllte Szenen wurden zu einer Art Markenzeichen Pagnols.

Die Entdeckung des Tonfilms eröffnete ihm neue Horizonte. Er zeigte sich von dem neuen Medium derart begeistert, dass er 1930 den Tod des Theaters voraussagte und sich ganz dem Film verschrieb.

"Marius" wurde am 9.3.1929 am Théâtre de Paris, Paris uraufgeführt.

 

Marius: Los emol, i mue der no öppis säge

Cesar: Wa denn no?

Marius: Ich han di gäärn.

Cesar: Was isch loos?

Marius: Ich han di gäärn.

Cesar: Ich han di au gäärn. Aber ich bi doch nöd d'Fanny, du Schliifer.

 

Die Beteiligten

Spiel Adolf Patscheider, Graziella Berger-Pecora, Katrin Sauter, Hansruedi Brüni, Peter Hügli,
Rebekka Ray, Guido Wick, Thomas Götz, Bruno Schüepp, Niklaus Luginbühl
   
Regie/Übersetzung Markus Keller
Dramaturgie Regina Wurster
Bühne Matthias Bischoff
Kostüme Christina Müller, Clarissa Hurst
Musik Katrin Sauter
Technik  
Grafik  
Produktionsleitung Sabine Brüni-Wieland

Aufführungsdaten

30. Oktober 1997 Premiere 20:15 Uhr an den TTT im Eisenwerk Frauenfeld
13. November 1997 20:15 Uhr
14. November 1997 20:15 Uhr
15. November 1997 20:15 Uhr
20. November 1997 20:15 Uhr
21. November 1997 20:15 Uhr
22. November 1997 20:15 Uhr
Wiederaufnahme  
26. Februar 1998 20:15 Uhr
27. Februar 1998 20:15 Uhr
28. Februar 1998 im Phönix-Theater, Steckborn
6. März 1998 am Lehrerseminar, Kreuzlingen
7. März 1998 in der Theagovia, Bürglen
8. März 1998 Derniere 20:15 Uhr

Herzlichen Dank für die finanzielle Unterstützung...

  • Dr. Heinrich Metzger Stiftung
  • Lotteriefonds des Kantons Thurgau
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